Ein Vierteljahrhundert Spielspaß mit dem gelben Bus

Jubiläum Spielefant feiert sein 25-jähriges Bestehen

25 Jahre SpielefantOLDENBURG - Das grüne Garagentor in der Tannenkampstraße hebt sich, ein leuchtend gelber Kleinbus rückt aus: Philip Wessel , Anke Kühl und Mirjam Tünschel machen sich im Spielmobil Spielefant auf den Weg nach Osnabrück. Dort wollen sie mit etwa 60 Kindern ein „Spielspektakel“ veranstalten. Das heißt: Sie laden Kippelbretter, Stelzen, Riesenbälle und vieles mehr aus dem Bus, um die Kinder zum Mitmachen zu begeistern. In einem Anhänger haben sie außerdem 18 Getränkekisten verstaut, auf denen man auf über vier Meter Höhe klettern kann. Kistenklettern heißt die Aktion – sie ist nur eine von vielen Varianten, die der Veranstalter von Spielfesten zu bieten hat.

„Wir haben uns einfach in den Job verliebt“, erklärt Mirjam Tünschel, warum sie und ihre Kollegen seit Jahren als Honorarkräfte beim Spielefanten arbeiten. Wie der jungen Pädagogin ging es schon vielen: Zum ersten Mal rückte ein gelber Bus am 1. Mai 1985 aus – vor 25 Jahren. In dieser Zeit hat der Spielefant über 4500 Spielaktionen von München bis Flensburg und von Berlin bis Groningen angezettelt; über eine Million Menschen haben mitgespielt.

Groß geworden ist der Spielefant an der Carl von Ossietzky Universität. Sieben junge Sport-Pädagogen und -Wissenschaftler machten dort Anfang der 1980er Jahre ihre Abschlüsse – zum Einstellungsstopp für Lehrer. Mit ABM-Stellen an der Universität hielten sie sich über Wasser – und entwickelten dabei das Konzept für den späteren Spielefanten. Heike Schwarz, heute Geschäftsführerin, war eine von ihnen. „Wir wollten eine Alternative zum Breitensport bieten. Dort geht es nur um den Wettkampf, bei uns sollte der Spaß an der Bewegung im Mittelpunkt stehen“, erzählt sie. Motiviert von guter Resonanz und von ihren Dozenten Christian Wopp und Jürgen Dieckert, gründeten sie 1985 den Spielefant-Verein, um ihre Idee aus der Uni in die Region zu tragen.

„Wir haben es vermieden, immer noch einen draufzusetzen“, sagt Heike Schwarz zum Erfolgskonzept über die Jahre. Klassiker wie Balancieren und Klettern sind immer aktuell geblieben. Daneben sind natürlich immer neue Aktionen hinzugekommen: etwa die Geisterbahn, bei der Kinder zu Gespenstern ausgebildet werden, oder der Zirkus Fantellino, bei dem die Kinder über ein Wochenende zu Artisten werden.

Das Jubiläum zum 25-jährigen Bestehen feierte der Spielefant am 1. Mai mit einem Tag der offenen Tür. 

Quelle: NWZ online vom 23. März 2010




 

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